Gedicht “Frust”

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© [Thomas Mucha] / Adobe Stock

habe mich sooft verbogen

mich in mir sooft betrogen

hab mich selbst sooft belogen

bin dabei nie aufgeflogen

 

doch dann kam der schmerz in mir

bin mir selbst ein ungetier

foltere in mir den stier

muss das enden jetzt und hier

 

will mich leben und ich sein

runter von dem folterschrein

herzenswarm wie kläglich stein

ist so schmerzlich niemals fein

 

kurz vor dem zusammenbruch

todgeweiht im leichentuch

todesähnlicher geruch

lebensletzter endversuch

 

der die wende bringen soll

ist das leben auch nicht toll

mehr halbleer als wahrlich voll

will ich dur statt schwarzem moll

 

doch ich komm dort niemals hin

ist mein leben ohne sinn

schlägt mein herz hinauf ins kinn

niemals glücklich ich doch bin

Michael Wenzel Passer
Autor von 10 Büchern, schreibt, wenn es ihm Spaß macht und solange es ihm Spaß macht, schreibt für eine bessere Welt

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